Ayers Rock

Der Ayers Rock, in Australien als Uluru (schattiger Platz) bezeichnet, ist definitiv ein Wunder der Natur.
Er ist 348m hoch, 3 600m lang 2 400m breit und ragt wie eine Insel aus dem sandigen australischen Erdboden empor. Er konzentriert sich in der zentralaustralischen Wüste im Northern Territory.
Die Australier bezeichnen den Sandsteinfelsen als „Rotes Herz”, denn durch die Eisenoxidverbindungen im Gestein leuchtet er, je nach Sonnenstand, orange, flammend rot, pupurrot, violett oder braun auf. Dies ergibt ein einmaliges Naturschauspiel, welches jährlich tausende von Touristen in seinen Bann zieht.
Entstanden ist der Ayers Rock zu Zeiten der Dinosaurier vor etwa 600 Millionen Jahren, als sich der Boden des Binnenmeeres erhob und so eine gewaltige Gebirgskette entstand.
Doch durch die ständigen Erosionen durch Wind und Wetter blieben letztendlich nur zwei Blöcke übrig, der „Uluru” und der „Kata Tjuta”.
Auch sie werden, durch die mächtigen Kräfte der Elemente in einigen Jahrtausenden verschwunden sein.
Benannt wurde der Ayers Rock Ende des 18. Jahrhunderts nach Sir Henry Ayers, welcher zur damaligen Zeit oberster Verwaltungsbeamter Südaustraliens war und später Premierminister wurde.
Der Ayers Rock gilt als Wahrzeichen Australiens und außerdem sollen sich dort die mythischen Traumpfade kreuzen.
Die Aborgigines bezeichnen den Ayers Rock als heiligen Ort, an dem regelmäßig religiöse Zeremonien abgehalten werden. Über 30 000 Jahre alte Höhlenzeichnungen erinnern daran. Sie glauben so fest an die Heiligkeit des Ulurus, dass jede Spalte, Höhle und Wasserstelle auf der zerklüfteten Oberfläche des mythischen Berges eine Bedeutung hat. Manche sind so heilig, dass nicht einmal über sie gesprochen werden darf.
Nach der Entstehungsgeschichte der Aborigines entstand der Ayers Rock, als sich die Regenbogenschlange tief unter der Erde aufrichtete und dadurch einen Stein an die Oberfläche schob.
Heutzutage ist das Gebiet um den Ayers Rock jedoch ein Nationalpark, welcher gemeinsam von den Anangus (Stamm der Aborigines) und Regierungsvertretern geführt wird.
Ein großer Streitpunkt ist nach wie vor die Begeisterung der Touristen für dieses Naturspektakel. Nach dem Glauben der Aborigines wird die Spiritualität, durch die Begehung des Berges mit Füßen, erheblich gestört.
Ein unfassbares Sakrileg, für die Ureinwohner ist weiterhin, wenn Besucher Steine des heiligen Felsens, als Souvenir, mit nach Hause nehmen.
Dem Glauben nach wird sich der Uluru jedoch rächen, indem man, der Legende nach, glaubt, dass die entwendeten Steine Unglück bringen.








